Hyper-Threading (SMT)

Hyper-Threading ist Intels Marketing-Name für eine Technik, die generisch SMT (Simultaneous Multithreading) heißt. Sie erlaubt es einem physischen CPU-Kern, zwei Aufgaben (Threads) gleichzeitig zu verarbeiten.

Wie funktioniert das?

Ein CPU-Kern hat viele verschiedene Recheneinheiten (für Mathe, für Logik, für Speicherzugriffe). Oft werden nicht alle gleichzeitig gebraucht. Hyper-Threading erlaubt es einem zweiten Prozess, die gerade ungenutzten Einheiten zu verwenden.

Leistungsgewinn

Hyper-Threading verdoppelt nicht die Leistung! Es ist eher wie eine Fahrgemeinschaft. Es sorgt für eine bessere Auslastung. In der Praxis bringt SMT/Hyper-Threading etwa 20-40% mehr Multicore-Leistung, verglichen mit einem Kern ohne SMT.

Sicherheit?

Vor einigen Jahren gab es große Sicherheitslücken (Spectre/Meltdown), die das Prinzip von SMT ausnutzten, um Daten aus anderen Threads zu klauen. Manche Sicherheitsexperten empfahlen damals, Hyper-Threading zu deaktivieren (auf Kosten der Leistung).

Nerd-Fact: Intel führte Hyper-Threading erstmals 2002 mit dem Pentium 4 ein. Damals verstand Windows XP das noch kaum. Heute ist es Standard bei fast allen modernen CPUs (außer bei Intels neuen "E-Cores", die können kein SMT).