NUC (Next Unit of Computing)
NUC (gesprochen "Knuck" wie in "knuckle" oder einfach N-U-C) steht für Next Unit of Computing. Es ist ein von Intel entwickelter Formfaktor für extrem kleine Mini-PCs.
Die 4x4-Revolution
Ein klassischer NUC ist ein quadratischer Kasten mit einer Grundfläche von ca. 10x10 cm (4x4 Zoll). Trotz dieser Winzigkeit steckt darin ein vollwertiger PC mit Intel Core i3, i5, i7 oder sogar i9 Prozessor.
Das Konzept hat bewiesen, dass man für alltägliche Aufgaben, Office-Arbeit, 4K-Streaming und sogar leichtes Gaming keinen Tower mehr braucht. Der NUC passt locker hinter den Monitor (VESA-Mount) oder in eine Schublade.
Aufbau und Technik
NUCs nutzen meist Laptop-Technologie, um Platz und Strom zu sparen:
- Mobile CPUs: Prozessoren der U- oder H-Serie, die weniger Hitze produzieren.
- SO-DIMM RAM: Die kleineren RAM-Riegel aus Notebooks.
- M.2 SSDs: Speicherstick statt klobiger Festplatte.
NUC Extreme & Enthusiast
Neben den kleinen Office-Würfeln hat Intel (und mittlerweile ASUS, da Intel die Sparte abgegeben hat) auch die "Extreme"-Serie eingeführt. Das sind etwas größere Gehäuse (ca. 5-8 Liter), in die sogar eine echte Desktop-Grafikkarte passt. Sie nutzen das sogenannte "Compute Element" – eine Steckkarte, die CPU, RAM und Chipsatz enthält und einfach ausgetauscht werden kann. Eine geniale Idee, um Modularität in SFF-Systeme zu bringen.
Anwendungsgebiete
- Digital Signage: Die Bildschirme in Flughäfen oder bei McDonald's werden oft von NUCs befeuert.
- Home Lab: IT-Profis stapeln NUCs gerne zu kleinen Server-Clustern für VMware oder Kubernetes.
- Medien-Center: Perfekt fürs Wohnzimmer, da leise und unauffällig.