SFF (Small Form Factor)

SFF steht für Small Form Factor. Es ist ein Sammelbegriff für Computer und Komponenten, die bewusst kleiner und kompakter gebaut sind als der Standard-Tower.

Die Kunst der Komprimierung

Einen SFF-PC zu bauen, ist wie Tetris für Fortgeschrittene. Das Ziel: Die Leistung eines ausgewachsenen Gaming-Boliden oder einer Workstation in ein Gehäuse zu packen, das so groß ist wie ein Schuhkarton oder eine Spielekonsole. Dabei kämpft man gegen zwei Hauptgegner: Platz und Hitze.

Typische SFF-Volumen

In der SFF-Community (ja, es gibt eine sehr aktive Subkultur auf Reddit r/sffpc) wird in Litern gemessen:

  • > 20 Liter: Oft nicht mehr als "True SFF" angesehen, eher Mini-Tower.
  • 10 - 20 Liter: Der Sweetspot. Platz für normale Grafikkarten, aber kompakt genug für den Rucksack.
  • < 10 Liter: Ultra-kompakt. Hier braucht man spezielle Netzteile (SFX) und Low-Profile-Kühler.
  • < 5 Liter: Kategorie "Velka" oder "NUC". Extrem klein, oft externe Netzteile nötig.

Spezielle Komponenten

SFF erfordert oft spezielle Hardware:

  • SFX-Netzteile: Kleiner als die Standard-ATX-Netzteile.
  • ITX-Mainboards: Das Mini-ITX Format ist der Standard für SFF (nur 17x17 cm).
  • Riser-Kabel: Damit die Grafikkarte nicht im Mainboard steckt, sondern z.B. hinter das Mainboard "gefaltet" werden kann (Sandwich-Layout).

Warum tut man sich das an?

Ästhetik und Platzersparnis. Ein riesiger Tower voller Luft wirkt oft verschwendet. Ein SFF-PC auf dem Schreibtisch sieht edel, minimalistisch und technisch beeindruckend aus. Außerdem sind sie portabel – perfekt für LAN-Partys (wenn es die noch gäbe) oder Pendler.

Nerd-Fact: Das "Dan A4" Gehäuse gilt als einer der Urväter der modernen SFF-Bewegung. Es wurde von einem deutschen Enthusiasten (Daniel) entwickelt und per Crowdfunding finanziert.